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In China entsteht ein gigantisches Comic-Museum

Veröffentlicht: Donnerstag, 29. September 2011

Abt: Superlative

Hangzhou als Standort eines nationalen Museums für Comics und Animation

Für 2013 ist die Eröffnung eines nationalen Museums für Comics und Animation in Hangzhou geplant, einer vom Tourismus lebenden Stadt von knapp vier Millionen Einwohnern im Osten des Landes. Gerade hat das Architekturbüro MVRDV aus Rotterdam den Ausschreibungswettbewerb mit seinen Entwürfen gewonnen, nach denen das Museum in Form von gigantischen Sprechblasen gebaut werden wird. »Wir haben bereits ein paar Projekte in China verwirklicht«, erzählt MVRDV-Geschäftsführer Jacob van Rijs, »aber das waren hauptsächlich Wohnsiedlungen und Infrastruktur. Jetzt geht es um eine kulturelle Einrichtung, das leitet den nächsten Schritt in der Entwicklung Chinas ein.« Wie sehr die Verantwortlichen daran interessiert waren, das Projekt voranzutreiben, zeigt schon der straffe Zeitplan, wie van Rijs erklärte. Innerhalb von zwei Wochen waren die teilnehmenden Architekten gefunden, die lediglich acht Wochen Zeit hatten, ihre Entwürfe vorzulegen. »Auch das unterscheidet das Projekt von allen anderen. In den Niederlanden hätte es vorab ein Gespräch mit dem Direktor des Museums gegeben, in dem er seine Wünsche und Belange darlegt. In China werden solche Projekte mit dem Bau eines Gebäudes begonnen, erst danach macht man sich Gedanken über Inhalt und die Struktur der Sammlung. Im Falle des Comic-Museums muss der Großteil der Sammlung noch angeschafft werden.«

Um sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können, hat das Architekturbüro aus Rotterdam seine Entwürfe in Form eines Comicalbums eingereicht, das van Rijs und seine Mitarbeiter als Comichelden zeigt und in zeitgemäßer Aufmachung und moderner Gestaltung auf die Vorzüge von MVRDV hinweist.

Die Projektentwürfe zeigen sechs ineinandergebaute Hallen, die an Sprechblasen erinnern und eine Ausstellungsfläche von insgesamt 30.000 m² präsentieren sollen. Neben großzügig angelegten Räumen für Verantstaltungen und Sonderausstellungen wird ein großer Bereich für eine Bibliothek entstehen, die, ähnlich wie die Eingangshalle des Guggenheim Museums in New York, spiralförmig angelegt ist. Der Besucher hat dann die Möglichkeit, aus Tausenden von Büchern auszuwählen – sofern die Bücher erstmal angeschafft sind …

Hangzhou ist übrigens nicht ohne Grund als Standort für das Museum ausgewählt worden. Denn seit 2004 wird hier auch das jährliche China International Cartoon and Animation Festival CICAF statt.