Asterix-Übersetzerin erhält Bundesverdienstkreuz

Hauptkategorie: News Kategorie: Preise Veröffentlicht: Mittwoch, 09. September 2020 Geschrieben von ALFONZ-Redaktion

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Beim Teutates! Als erste Comicübersetzerin überhaupt erhält die 1938 geborene und lange Jahre für den Egmont Ehapa Verlag tätige Gudrun Penndorf das Bundesverdienstkreuz. Angeregt hat das kein Geringerer als ein comicbegeisterter Landesvater.

Generationen von Lesern
mit Übersetzungen erreicht

»Sie haben unserem Land viel Freude bereitet«, sagte Markus Söder zu Gudrun Penndorf. Auf Anregung des bayerischen Ministerpräsidenten und bekennenden Comicliebhabers wurde Penndorf am Mittwoch, den 9. September, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Es ist das erste Mal, dass einer Comicübersetzerin diese Ehre zuteilwird. Die diplomierte Übersetzerin und Dolmetscherin, die zudem einen Magister Artium (M.A.) in Allgemeiner und Romanischer Sprachwissenschaft hat, arbeitete von 1967 bis 1995 als freiberufliche Übersetzerin, in erster Linie für den Egmont Ehapa Verlag. Dort übersetzte sie Klassiker wie Asterix, Lucky Luke, Isnogud und Das Lustige Taschenbuch (LTB).

In einer Pressemitteilung des Egmont Ehapa Verlags anlässlich der Verleihung stellt der Verlag Penndorfs Bedeutung heraus: »Generationen von Lesern sind mit ihrem Werk aufgewachsen, zahlreiche Zitate aus Asterix in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen. Gudrun Penndorfs Wirken hat wesentlich dazu beigetragen, dass Comics in Deutschland eine breite gesellschaftliche Anerkennung erfahren haben und Auflagen in Millionenhöhe erreichen. Ihre Übersetzungen wurden weit über hundert Millionen Mal gedruckt und noch zahlreicher gelesen.«

Penndorf selbst, die bei München lebt, war zunächst nur erstaunt, als sie Ende Januar einen Brief der Bayerischen Staatskanzlei im Briefkasten vorfand: »Nanu? Ist das ein politischer Werbegag? Heißt das, Markus Söder liest jetzt Comics? Um sicher zu sein, dass das Schreiben nicht die übliche Parteienwerbung ist, fahre ich mit nassem Zeigefinger über die schwungvollen Initialen M.S. der Unterschrift und siehe da, es gibt einen verwischten Tintenfleck! Also echt jetzt!« Als sich die erste Aufregung gelegt hatte und feststand, dass sie das Bundesverdienstkreuz tatsächlich würde überreicht bekommen, äußerte sich die Übersetzerin erfreut über die Auszeichnung: »Das ist nicht nur für mich persönlich und mein Lebenswerk eine besondere Ehre, es ist zugleich eine wundervolle Aufwertung der Textsorte Comics.«

(Quelle: Pressestelle des Egmont Ehapa Verlags)

Abbildungen, Foto © 2020 Egmont Ehapa Verlag