Jacoby und Stuart: Neue Graphic Novels

Veröffentlicht: Dienstag, 12. Juli 2011

Abt: Programmvorschau

Neue Graphic Novels bei Jacoby & Stuart im August

Im Berliner Verlagshaus Jacoby & Stuart, gegründet im Frühjahr 2008 von Edmund Jacoby und seiner Frau Nicola Stuart, erscheinen im Herbst drei Graphic Novels. Der Verlag publiziert schwerpunktmäßig Kinder- und Jugendliteratur, Bilderbücher, reichlich bebilderte Sachbücher und Kochbücher, aber auch Geschenkbücher.

Folgende drei Novitäten sind für August 2011 angekündigt. Diese sind für den Fachhandel zu beziehen über Medienservice Wuppertal.


Carl Norac & Stéphane Poulin
Im Land der verlorenen Erinnerung

Einer, den sie Rousseau nennen, wacht bandagiert wie eine Mumie und ohne Gedächtnis im Krankenhaus auf. Die Wohnung, in die er entlassen wird, erkennt er nicht wieder. Was er aber erkennt, ist, dass in der ganzen Stadt die Katzen von der Polizei der Hunde gnadenlos verfolgt werden. Immer wieder hört man Schüsse, jeder denunziert jeden, und quer durch die Stadt wächst eine Mauer. Doch dann mehren sich die Zeichen, dass er, Rousseau, die Kraft besitzt, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Er wird die Mauer, die Katzen und Hunde trennt, einreißen und so die Stadt retten.

Eine eindrucksvolle künstlerische Parabel auf den immerwährenden Konflikt zwischen Gewalt und Unterdrückung auf der einen Seite und der Freiheit der Phantasie und der Hoffnung auf ein besseres Leben auf der anderen.

ISBN 9783941787490, Hardcover, 128 Seiten, farbig, 24,00 Euro

 

 

Fabrizio Silei & Maurizio A.C. Quarello
Der Bus von Rosa Parks

Detroit: Henry Ford Museum. Ein schwarzer Mann und ein kleiner Junge, sein Enkel, sitzen in einem alten Omnibus. Es ist der Bus von Rosa Parks, der, in dem sie sich am 1. Dezember
1955 weigerte, ihren Sitzplatz einem Weißen zu über lassen. Die Geschichte ist dem Alten wohlbekannt: Er selbst saß an jenem Tag in Montgomery, Alabama, in diesem Bus. Und er beginnt zu erzählen: Von einer Zeit, in der es weiße und schwarze Schulklassen gab, in der Schwarze öffentliche Lokale nicht betreten durften – so wie heutzutage die Hunde. Er erzählt von weißen Kapuzenmännern, die Schwarze zusammen schlugen und manchmal töteten. Der Junge reißt ungläubig die Augen auf, der Großvater ist gerührt. Aber es ist weniger der Schmerz dieser Erinnerungen, der ihn bewegt, als vielmehr die Erinnerung an jenen Tag, an dem er es nicht wagte, Rosa in ihrem Widerstand zu bestärken, sondern sie auch noch davon abzubringen versuchte. Er hatte seinen Bus verpasst,  an diesem Tag war er an ihm vorbei gefahren ...

ISBN 9783941787407, Hardcover, 40 Seiten, farbig, 14,95 Euro

Jochen Schmidt & Line Hoven

Dudenbrooks

Der Berliner Schriftsteller Jochen Schmidt hat zu jedem Buchstaben des Alphabets aus einem handelsüblichen Duden sieben Wörter im Abstand von jeweils vierzig Einträgen herausgeschrieben. Zu jeder der sechsundzwanzig alphabetischen Wortgruppen sucht er sich dann einen mit dem selben Buchstaben beginnenden Vornamen aus, nach dem der Protagonist heißt, und formt daraus einen Zyklus winziger Erzählungen. Und dann kommt Line Hoven ins Spiel. Aus Schabekarton, in dem sie Weiß unter Schwarz freilegt, kratzt sie dazu eine Illustration, die die Anmutung eines sorgfältig gearbeiteten Holzschnitts hat. Damit sorgt sie für eine inhaltliche Fortschreibung der Geschichte. Denn plötzlich haben Schmidts Protagonisten ein Gesicht, einen Habitus, eine Persönlichkeit. Und so erreicht der Begriff der Bildergeschichte eine neue Dimension er wird zur Graphic Novel. Die Serie Dudenbrooks wurde von Januar bis Juni 2011 wöchentlich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgedruckt.

ISBN 9783941787506, Hardcover, 64 Seiten, farbig, 19,95 Euro

Abbildungen © Jacoby & Stuart